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Juni 2026

Stell dir vor: Es ist der erste richtig heiße Tag im Juni. 34 Grad, pralle Sonne. Dein Team arbeitet draußen — wie jeden Sommer. Und dann steht plötzlich jemand vom Arbeitsinspektorat auf der Baustelle. Die Frage, die er stellt, ist einfach: „Darf ich Ihren Hitzeschutzplan sehen?“ Wenn du in diesem Moment keine Antwort hast — oder schlimmer, wenn du nicht mal weißt, was das ist — dann wird dieser Tag teuer. Sehr teuer.

In ganz Europa ist Hitzeschutz ein Thema. Aber seit 1. Jänner 2026 gilt in Österreich ganz konkret die neue Hitzeschutzverordnung (Hitze-V). Sie ist kein Vorschlag, keine Empfehlung, keine Kann-Bestimmung. Sie ist Gesetz. Und sie betrifft jeden Betrieb, dessen Mitarbeiter regelmäßig im Freien arbeiten.

Wir bei Hofer Druck wissen das nicht nur aus der Theorie. Wir bestehen seit über 50 Jahren und statten von Anfang an unsere Kundenbetriebe mit Arbeitskleidung aus — UV-Schutzkleidung, Kühlwesten, Schutzausrüstung für den Außeneinsatz. Und weil unsere Firmengruppe auch einen Fassadenbaubetrieb umfasst, betrifft uns die neue Hitzeschutzverordnung nicht nur als Anbieter von Schutzkleidung, sondern auch ganz direkt als Arbeitgeber. Wir zeigen dir hier, wie du in Österreich einen Hitzeschutzplan erstellen und die Pflicht erfüllen kannst.


Was ist ein Hitzeschutzplan — und warum reicht „Wir passen schon auf“ nicht mehr?

Viele Betriebe haben bisher gut funktioniert ohne schriftliche Regeln für heiße Tage. Der gesunde Menschenverstand hat gereicht: Wasser bereitstellen, in der Mittagshitze eine Pause einlegen, die Leute nicht schinden. Das Problem: Seit 1. Jänner 2026 reicht das nicht mehr.

Ein betrieblicher Hitzeschutzplan dient der Prävention und ist ein schriftlich festgehaltenes Maßnahmenpaket, das genau regelt, was in deinem Unternehmen passiert, sobald GeoSphere Austria eine Hitzewarnung der Stufe 2 ausgibt — also ab 30 Grad Celsius, einer Temperatur, die im Sommer in Österreich durchaus häufig vorkommt. . Nicht irgendwann, nicht ungefähr, nicht mündlich. Schriftlich, konkret, jederzeit abrufbar.

Die Hitzeschutzverordnung 2026 ergänzt das Arbeitnehmerinnenschutzgesetz und gilt für alle Betriebe, bei denen Arbeitnehmer im Freien tätig sind und dabei Hitze oder natürlicher UV-Strahlung ausgesetzt sind. Das betrifft unter anderem:

  • Baubranche und Baunebengewerbe (Dachdecker, Straßenbau, Spengler, Fassadenbau)

  • Gartenbau und Landwirtschaft

  • Logistik und Zustelldienste

  • Abfallwirtschaft

  • Veranstaltungstechnik und Festivalbranche

Wenn du jetzt denkst „das wird schon nicht so schlimm sein“ — lies den nächsten Abschnitt.

Arbeiter auf Baustelle bei Hitze mit UV-Schutzkleidung — Hitzeschutzplan Pflicht 2026

Was muss der betriebliche Hitzeschutzplan enthalten?

Der Plan muss nach dem STOP-Prinzip (einem bewährten Präventionskonzept) aufgebaut sein — Substitution, Technische Maßnahmen, Organisatorische Maßnahmen, Persönliche Schutzausrüstung. Klingt bürokratisch, ist aber logisch:

Substitution — Hitze vermeiden

  • Schwere Arbeiten in die kühleren Morgenstunden verlegen

  • Tätigkeiten in der prallen Mittagssonne verschieben oder umplanen

Technische Maßnahmen

  • Arbeitsplätze im Freien beschatten

  • Aufenthaltscontainer kühlen oder belüften

  • Ausreichend Trinkwasser bereitstellen

Organisatorische Maßnahmen

  • Arbeitszeiten bei Hitzewarnung anpassen

  • Zusätzliche Pausen in schattigen Bereichen / Aufenthaltsräumen abstand einplanen

  • Klare Zuständigkeiten festlegen: Wer beobachtet die GeoSphere-Warnungen? Wer löst die Maßnahmen aus?

Schutzausrüstung und Hitzeschutz

  • UV-Schutzkleidung und Kopfschutz haben laut Verordnung Vorrang vor Sonnenschutzcreme

  • Geeignete Arbeitskleidung, die die UV-Schutzpflicht für Außenarbeit erfüllt

Das ist ein Punkt, den wir bei Hofer Druck seit Jahren aus der Praxis kennen: Unsere Kunden fragen uns schon lange nach Arbeitskleidung mit echtem UV-Schutz — lange bevor die Hitzeschutzverordnung 2026 das zur Pflicht für Arbeitgeber gemacht hat. Normales Baumwoll-T-Shirt? Reicht nicht. Die Kleidung muss einen nachweisbaren Schutzfaktor haben. Wichtig: Du als Arbeitgeber musst die UV-Schutzkleidung bereitstellen — und sicherstellen, dass sie auch wirklich getragen wird.


Hier wird es unangenehm. Aber du solltest es wissen. Das Arbeitsinspektorat kann bei Kontrollen Strafen von 166 € bis 8.324 € pro Verstoß verhängen. Im Wiederholungsfall bis zu 16.659 €. Pro Verstoß — nicht pauschal. Kein schriftlicher Hitzeschutzplan? Verstoß. Mitarbeiterunterweisung nicht dokumentiert? Verstoß. UV-Schutzkleidung nicht bereitgestellt? Verstoß.

Und das Tückische: Der Plan muss jetzt schon fertig sein. Nicht erst wenn die erste Hitzewarnung kommt. Die Schutzmaßnahmen werden zwar erst bei Stufe 2 ausgelöst — aber der Plan selbst muss vorher existieren. Das Arbeitsinspektorat kann jederzeit klingeln, auch an einem kühlen Apriltag.

UV-Schutzkleidung und Arbeitskleidung für Außenarbeit — Pflicht laut Hitzeschutzverordnung 2026

Mitarbeiter unterweisen — Arbeit dokumentieren

Für einen funktionierenden betrieblichen Hitzeschutz reicht ein Plan allein nicht: Die Hitzeschutzverordnung verpflichtet dich außerdem dazu, alle betroffenen Arbeitnehmer zu deren Sicherheit nachweislich zu unterweisen. Die Unterweisung muss abdecken:

  • Gesundheitsrisiken durch Hitze und UV-Strahlung

  • Erkennungszeichen von Hitzekrankheiten

  • Konkrete Schutzmaßnahmen im Betrieb — inklusive welche Schutzkleidung zu tragen ist

  • Verhalten im Notfall

Praxistipp: Die Unterweisung muss nachweislich dokumentiert sein — mit Datum und Bestätigung der Mitarbeiter. Das kann klassisch per Unterschrift sein, oder digital per Handy-Bestätigung, wenn das System fälschungssicher dokumentiert.

Für Betriebe mit vielen Außendienstmitarbeitern oder mehreren Standorten ist das ein echter Aufwand. Wer 30 Mitarbeiter auf drei Baustellen hat, weiß was das bedeutet: Formulare drucken, einsammeln, ablegen, archivieren. Und beim nächsten neuen Mitarbeiter wieder von vorne. Eine digitale Lösung mit QR-Code-Unterweisungen kann hier viel Zeit sparen — Mitarbeiter scannen, lesen, bestätigen. Fertig. Dokumentiert.

Digitaler Hitzeschutzplan Generator auf hitzeschutzverordnung.com — Hitzeschutzplan erstellen Österreich

Hitzeschutzplan erstellen — Schritt für Schritt

Jetzt wird es konkret. So gehst du vor:

Schritt 1 & 2 — Gefährdung beurteilen und Maßnahmen festlegen

Welche Mitarbeiter sind betroffen? Bei welchen Tätigkeiten? Zu welchen Tageszeiten? Im Sommer täglich oder nur gelegentlich? Das ist die Basis für alles andere. Danach legst du konkret fest, was in deinem Betrieb bei einer Hitzewarnung der Stufe 2 passiert — wer zuständig ist, wer die GeoSphere-Warnungen beobachtet und welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge umgesetzt werden. Das muss schriftlich stehen — nicht im Kopf des Vorarbeiters.

Schritt 3 & 4 — Plan festhalten und Mitarbeiter unterweisen

Der fertige betriebliche Hitzeschutzplan muss für Mitarbeiter und das Arbeitsinspektorat jederzeit einsehbar sein — als Aushang auf der Baustelle oder in digitaler Form. Alle betroffenen Mitarbeiter unterweisen und schriftlich festhalten. Dazu gehört auch: Welche Schutzkleidung ist bei Hitzewarnung verpflichtend zu tragen? Neue Mitarbeiter müssen von Anfang an dabei sein.

Schritt 5 — Plan regelmäßig aktualisieren

Jährlich prüfen. Neue Tätigkeiten, neue Standorte, neue Mitarbeitergruppen können eine Anpassung nötig machen. Klingt nach viel? Mit dem richtigen digitalen Tool erledigst du Schritte 1 bis 4 in einem Durchgang — inklusive automatischer Dokumentation. Kein Papierstapel, kein Nachrennen.


UV-Schutzkleidung — was die Hitzeschutzverordnung 2026 Arbeitgebern konkret vorschreibt

Hier ein Punkt, der viele Betriebe überrascht: Die Verordnung stellt UV-Schutzkleidung und Kopfschutz (auch mit Nackenschutz) über Sonnenschutzcreme. Das bedeutet: Sonnencreme allein reicht als Schutzmaßnahme nicht aus. Du musst als Arbeitgeber konforme Arbeitskleidung bereitstellen — und sicherstellen, dass sie getragen wird. Ein normales Baumwoll-T-Shirt hat keinen ausreichenden UV-Schutzfaktor. Standard-Arbeitskleidung erfüllt die Anforderung oft nicht. Die Kleidung muss einen nachweisbaren Schutzfaktor haben.

Wir bei Hofer Druck haben uns auf genau diesen Bereich spezialisiert: UV-Schutzkleidung für die Außenarbeit, die die Anforderungen der Hitzeschutzverordnung erfüllt — und die deine Mitarbeiter auch wirklich tragen wollen, weil sie funktional und bequem ist. Nicht jede Schutzkleidung wird auch getragen. Die richtige schon.

Passende UV-Schutzkleidung für die Außenarbeit findest du im Texora Workwear Center.


Fazit — der beste Zeitpunkt war gestern, der zweitbeste ist jetzt

Die Hitzeschutzverordnung 2026 gilt seit 1. Jänner. Die erste Hitzewelle kommt. Das Arbeitsinspektorat kontrolliert. Wer jetzt noch keinen betrieblichen Hitzeschutzplan hat, spielt auf Zeit — und das ist ein Spiel, das man verlieren kann. Nicht dramatisch, aber teuer. Und vermeidbar. Wir haben das bei uns selbst durchgezogen — Hitzeschutzplan erstellen, Mitarbeiter unterweisen, passende Arbeitskleidung bereitstellen. Es ist kein Hexenwerk. Aber es muss gemacht werden.

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Hitzeschutzplan Pflicht 2026: schriftlich, nach STOP-Prinzip, jederzeit abrufbar

  • Mitarbeiterunterweisung muss nachweislich dokumentiert sein

  • UV-Schutzkleidung Pflicht für Außenarbeit — der Arbeitgeber muss sie bereitstellen

  • Strafen bei Verstößen: 166 € bis 16.659 € pro Verstoß im Wiederholungsfall

  • Digitale Möglichkeiten sparen erheblich Zeit bei Erstellung, Unterweisung und Dokumentation